Danke für die Unterstützung

Jetzt ist es amtlich: Erststimme 12,53% und Zweitstimme 13,15%.


Danke an alle, die geholfen haben, dieses tolle Ergebnis zu ermöglichen.

Die super engagierten OVs und Einzelpersonen in ganz Neckar-Zaber. Wir waren ein tolles Team.

Wahlparty in der Zigarre in Heilbronn

Thomas Fick (Kandidat Heilbronn), Catherine Kern, Susanne Bay (MdL)

 

Wir nehmen den Klimawandel sehr ernst

Interview in der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 08. September 2017

Artikel hier anklicken..... https://www.lkz.de/home_artikel,-%E2%80%9EWir-nehmen-den-Klimawandel-sehr-ernst%E2%80%9C-_arid,439781.html

Einladung zum "Grünen Fest zur Wahl" am Freitag, 15.9. ab 19 Uhr in Erdmannhausen

mit unserer Kandidatin Catherine Kern und Livemusik von "Souzas Traum - urban cat music"

Am Freitag, den 15.September vor der Halle auf der Schray veranstalten wir ab 19 Uhr ein Openair Konzert mit Fingerfood und Getränken. Die 2009 gegründete Gruppe "Souzas Traum - urban cat music" präsentiert Klezmer-, Balkan- und Swingmusik wie sie schon in New York um 1920 gespielt wurde, ergänzt um aktuellere Stücke von Shantel oder den 17 Hippies, interpretiert in eigenen Arrangements mit ihrem unverwechselbaren Souza-Sound  in der Besetzung:

Christina Blum (Stuttgart) - Sopran, Tenor und Bariton Saxofon

Katrin Gläser de Alcoser (Stuttgart) - Geige

Gudrun Malthaner-Berger (Erdmannhausen) - Akkordeon

Wolf Berger (Erdmannhausen) - E-Bass und Percussion

Diese Musik ist extrem tanzbar, verträumt, leidenschaftlich und wild.

Während der Veranstaltung besteht die Gelegenheit ganz direkt und persönlich mit unserer Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Neckar-Zaber Catherine Kern zu sprechen über Grüne Politik. Seit Jahren wird Deutschland vorwiegend verwaltet. Wichtige Reformen und Zukunftsprojekte werden nicht durchgeführt. Klimaschutz ist für die jetzige Regierung immer noch ein Fremdwort. Statt weniger CO2 erzeugen wir immer mehr. Die Konsequenzen sind Wetterkatastrophen, Ernteverluste und Migration. Wir müssen dringend dagegen ansteuern und als viertgrößte Industrienation hier mit gutem Beispiel vorangehen. Auch die europäische Integration gelingt uns nur, wenn die wirtschaftliche Entwicklung aller Mitgliedsländer gefördert wird, um Armut, Jugendarbeitslosigkeit und letztendlich auch Nationalismus zu bekämpfen. Unsere Demokratie lebt von Ihrer Beteiligung. Stellen Sie Catherine Kern ihre Fragen. Gehen Sie zur Wahl. Zukunft wird aus Mut gemacht.

Wir können noch weitere HelferInnen für diese Veranstaltung brauchen - bitte melden bei W_Berger@online.de

 

Maximal grüne Inhalte in möglicher Koalition gewünscht

Kandidatenportrait in der Ludwigsburger Kreiszeitung

Die grüne Internationale aus Hohenlohe

hier weiterlesen....

https://www.lkz.de/home_artikel,-Die-gruene-Internationale-aus-Hohenlohe-_arid,437358.html

Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl im Musiksaal des Friedrich-Schiller-Gymnasiums (FSG), Marbach

Vorort-Termin mit der Bundesvorsitzenden Simone Peter bei der Fa. wpd

"Wahlfrühstück" mit der Bietigheimer Zeitung

Kandidatenportrait in der Heilbronner Stimme

Kandidatenportrait

Harald Ebner MdB zu Besuch auf dem Biohof Föll in Wüstenhausen

Am 24.07. besuchte Harald Ebner, Sprecher der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik zusammen mit Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Neckar-Zaber, Catherine Kern den Biohof Föll.

Unter dem Titel „Stummer Sommer – Artenvielfalt in Gefahr“ referierte Ebner über die Veränderungen im ökologischen Gleichgewicht der Natur in den vergangenen 30 Jahren. Nach dem herzlichen Empfang durch die Familie Föll, die sich seit 1997 von einem Bioland – Betrieb im Nebenerwerb zu einem Vollbetrieb mit Hofladen und 35 ha bewirtschafteter Fläche entwickelt hat, stellte zunächst Catherine Kern einen ihrer Wahlkampfschwerpunkte vor: eine neue Agrarpolitik – im Bund und in Europa.

Anschließend legte Ebner die Veränderung der Artenvielfalt in sehr detaillierter Weise dar. Wassermangel, klimatische Veränderungen, Urbanisierung, also Wegfall der Lebensgrundlagen der Insekten, sind dabei die für alle leicht nachvollziehbaren Veränderungen. Gravierender und nicht unbedingt gleich erkennbar sei der Einsatz von Pestiziden, wie z.B. Glyphosat bzw. der Gruppe der Neonikotinoide,  die über das Saatgut ausgebracht werden.

Intakte Ökosystem seien die Grundlage allen Lebens. Nicht intakte Ökosysteme, wie sie derzeit mehr und mehr transparent werden, gefährden auch die Existenz der Menschen. 20-50% Verluste der Bienenpopulation sind nur ein Indiz, 80% Rückgang der gesamten Insekten-Biomasse ein anderes und 57% Rückgang der Brutvogelpopulationen ein weiteres. Handbestäubung von Obstbäumen oder der Einsatz von Mini-Drohnen zur Bestäubung sind eher Schreckensszenarien als Antwort auf  eine ökologische Katastrophe.

Die Ökosystem sind flexibel, aber nicht endlos. Die Frage also: wie kann man den „Kipppunkt“, also den Punkt, an dem eine Umkehr nicht mehr möglich ist vermeiden?

Hier zeigte Ebner zahlreiche Lösungen auf, die natürlich auch immer politische Komponenten beinhalten. Verbote der toxischsten Pestizide, wie Glyphosat sowie die gesamten toxischen Neonikotiniode wären ein Beginn, und zwar auf EU-Ebene. Frankreich und England haben ein Verbot der drei toxischsten Neonikotiniode bereits beschlossen, Deutschland „ziert“ sich.

Eine neue Agrarpolitik ist eines der 10 Top-Ziele der GRÜNEN für die Bundestagswahl. Dabei steht eine enge Partnerschaft mit den Landwirten im Fokus. Diese werde geprägt von sinnvollen Kompromissen hin zu einer nachhaltigeren Agrarpolitik. Der Ausbau des Öko-Landbaus werde vorangetrieben. Die Bio-Branche wächst jährlich um 7-10%. Die hinkende Eigenproduktion werde durch teils fragwürdige Importe ausgeglichen. Die EU diskutiert Zuschüsse von 1 Mrd. € für den Öko-Landbau. Die Verbote von Pestiziden wie Glyphosat sowie die Gruppe der Neonikotinoide stehen auf der EU-Agenda, ebenso die Erforschung von Alternativen. Ebner forderte ferner veränderte Zulassungsverfahren, bei der nicht die Industrie die Risiken selbst bewertet, sondern unabhängige Fachinstitute. Das Höfesterben müsse ein Ende haben. „Die Agrarwende muss GRÜN sein“ schloss Ebner seinen 90-minütigen Vortrag.

Spaziergang am Heuchelberg mit Gerhard Schick

Förster Jens Hey hatte sich die Zeit genommen, um dem Bundestagsabgeordneten Gerhard Schick zusammen mit den Bundestagskandidat*innen Catherine Kern und Thomas Fick am 21.07.2017 eine kleine Führung durch den Heuchelberger Wald anzubieten.

Gemeinsam mit einer Gruppe von ca. 20 Interessierten zeigte er die Besonderheiten des Heuchelbergs auf. Ein Kleinod, das nicht unter den Begriff der üblichen Forstwirtschaft fällt, sondern allmählich renaturiert werden soll. So wies Herr Hey auf eine Gruppe Nadelbäume hin und meinte dann: "Die gehören hier eigentlich gar nicht hin." Langsam soll hier wieder ein Mischwald entstehen, wie er früher üblich war.

Gerhard Schick interessiserte sich sehr für die Details, die der Förster über die Entwicklung des Waldes unterhalb der Heuchelberger Warte berichten konnte. "Der Wald ist ein Gebiet, in dem nicht gedüngt und nicht gespritzt wird", griff der finanzpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag die Information des Försters auf, "und trotzdem ist das zu wenig". Denn die Artenvielfalt geht auch im Wald zurück - "die Statistik bekommt hier ein ganz anderes Gewicht, wenn wir selbst merken, dass wir im Wald weniger Insekten sehen, weniger Pflanzen und weniger Tiere", verdeutlichte er im Diaolg mit dem Förster und den interessierten Bürger*innen.

Er betonte, dass es daher es das oberste Ziel der Grünen sei , sich für eine intakte Natur einzusetzen und zitierte den Satz von Barack Obama, den dieser beim Pariser Klimaschutzabkommen gesagt hat: "Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels spürt, und wir sind die letzte, die etwas dagegen tun kann". Ein richtiger Schritt in diese Richtung sei zum Beispiel auch der Naturschutzpark Schwarzwald. Letztendlich sei alles miteinander verknüpft: "Ohne Agrarwende, Energiewende und Klimaschutz werden wir keine besseren Bedingungen für uns und unsere Umwelt schaffen können und dafür setzen wir uns ein!"

Die NGO soup&socks berichtet von ihrem Projekt in Leingarten

Enthusiastisch und voller Energie hat Manuel Seifried, Mitinitiator der NGO "soup&socks" zusammen mit zwei Mitgliedern seines Teams, Lea Hege und Sonja Noll, von der Idee bis zur Umsetzung ihres Projekts am 19.07.2017 im Kulturgebäude Leingarten berichtet. Bei der ersten Tour in den Semesterferien im Winter 2015 fuhr die kleine Gruppe von Student*innen aus Heidelberg mit einer mobilen Suppenküche nach Griechenland, um vor Ort Flüchtlingen eine Mahlzeit auszugeben - unter dem Thema "We cook for people". Socken waren in ihren Augen eine nützliche Spende, da diese immer gebraucht werden, aber so gut wie nie gespendet werden. Bei ihrer zweiten Tour hat soup&socks ihre Eindrücke der ersten Tour aufgenommen und die Flüchtlinge stärker in ihr Projekt einbezogen - "We cook with people". Kritisch haben sie immer wieder vor Ort die Situation mit Behörden und Auflagen hinterfragt und pragmatisch nach Lösungsansätzen gesucht. Mittlerweile ist eine Mitarbeiterin, Mimi,  längerfristig vor Ort und unterstützt das Projekt "Habibi.works" - "We create with people". Sie wurde bei der Veranstaltung live per Skype in den kleinen Saal im Kulturgebäude Leingarten hinzugeschaltet und konnte den Zuhörer*innen von der aktuellen Situation vor Ort berichten.

Wie viele NGO's stoßen auch die Mitarbeiter*innen von soup&socks mittlerweile an ihre Grenzen, denn auch ihre Ressourcen sind begrenzt, sowohl was die finanziellen Mittel als auch die Manpower angeht.

In der anschließenden Diskussion mit Bundestagskandidat Thomas Fick und Catherine Kern wurde über Lösungsansätze nachgedacht, wie man diese ehrenamtlichen Helfer*innen auch seitens der Politik besser unterstützen kann.

Nicht nur der Moderator Uwe Kaiser zeigte sich angesichts des enormen Krafteinsatzes der jungen Student*innen aus Heidelberg sehr beeindruckt, alle Gäste im Saal waren tief bewegt von den Eindrücken, die die Mitglieder von soup&socks geschildert haben und dem Tatendrang, den sie immer wieder Struktur geben, um vor Ort effizienter unterstützen zu können. Nichtzuletzt ist ihr Ansatz hochanzurechnen, den Flüchtlingen wieder ein bisschen mehr Würde und Selbstbestimmung zu geben, ein Argument, dass in der aktuellen Flüchtlingsdebatte gar keinen Raum findet.

Weitere Informationen:

www.soupandsocks.eu

https://www.sickofwaiting.org/

Manuel Seifried und seine Teamkolleginnen Lea Hege und Sonja Noll mit den Bundestagskandidat*innen Catherine Kern und Thomas Fick (v.l.n.r. Foto: Gudula Achterberg)

Überfluss in Europa und Hunger in Afrika

am vergangenen Freitag, den 30.Juni bestand die Gelegenheit, mit der profilierten Grünen Europapolitikerin Maria Heubuch (MdEP) und unserer Kandidatin für die BTW im Wahlkreis Neckar-Zaber Catherine Kern ins Gespräch zu kommen. Viele BürgerInnen nahmen diese Möglichkeit war und erlebten ein anregendes Referat mit anschließender Diskussionsrunde.

 

 

In einer globalisierten Welt besteht auch zwischen Erdmannhausen und dem Hunger in Afrika eine Verbindung. Landwirtschaftliche Produktion weltweit steht heute im Spannungsfeld von Nahrungsmittelerzeugung, Futtermittelerzeugung und Energiegewinnung. Dabei muß die Nahrungsmittelproduktion wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Die deutsche und europäische Agrar- und Entwicklungspolitik darf nicht mehr länger die agrarindustrielle Landwirtschaft und damit die Großkonzerne fördern, verlangt die Angeordnete. Maria Heubuch fordert eine tiefgreifende Transformation der landwirtschaftlichen Produktion und des Lebensmittelkonsums weltweit - und auch in Erdmannhausen. Nur mit Hilfe bäuerlicher Betriebe, einem fairen globalen Handel, einer ernsthaften Klimapolitik und wirksamer Entwicklungszusammenarbeit hält sie die Wende für machbar. Mit zahlreich eingestreuten Beispielen aus ihrer fachlichen Praxis als konventionell arbeitender Bäuerin konnte sie sicherlich auch die anwesenden Landwirte überzeugen.

 

 

Traditionell lädt der Ortsverein von Bündnis90/Die Grünen die Gäste beim Küchengespräch zu einer Suppe aus gentechnikfreien Lebensmitteln ein. Während in der Küche unter Anleitung von Andrea Bettolo-Wick noch fleissig gearbeitet wurde, ergaben sich viele informelle Gesprächsrunden - das sind diese wertvollen Begegnungen welche auch den Reiz der Erdmannhäuser Küchengespräche ausmachen. Wir finden, das war eine rundum gelungene Veranstaltung und wir freuen uns auf die kommenden Gelegenheiten, diese Veranstaltungsform fortzusetzen.

 

Bürgermeister/innen Besuche in Neckar-Zaber

Bei den Besuchen gab es viele interessante und konstruktive Gespräche über die Belange und Herausforderungen der einzelnen Gemeinden. Die Gespräche dienen auch dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Erläutern der eigenen, grünen Themen und Anliegen. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle an alle Gesprächspartner, dass Sie sich die Zeit für die Gespräche genommen haben.

Mittlerer Weile habe ich fast alle BM besucht, dies ist nur ein Auszug.

 

Eindrücke von der BDK in Berlin (16.-18.06.2017)

Mit dem Heilbronner Bundestagskandidaten Thomas Fick auf dem Bundesparteitag in Berlin. Ein umfangreiches Programm mit vielen Entscheidungen und großartigen Reden.

Catherine Kern und Sven Giegold in Freiberg

Catherine Kern (Grüne Bundestagskandidatin für Neckar-Zaber) hat am 17.05.2017 Sven Giegold, MdEP und finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/EFA, nach Freiberg eingeladen, um mit ihm über Europapolitik zu sprechen. Großbritannien, Österreich, Niederlande, Polen, Frankreich – Deutschland? Immer deutlicher zeigt sich eine Polarisierung innerhalb der europäischen Gesellschaften. Die Auseinandersetzungen um die Ausrichtung der europäischen Gesellschaften werden härter, aber auch die Stimmen für das europäische Projekt wieder lauter. Seit einigen Wochen sind in Deutschland und darüber hinaus mehrere Tausende wöchentlich mit der Initiative „Pulse of Europe“ auf der Straße.

Sven Giegold betonte, dass unter den Mitgliedern der EU seit 70 Jahren Frieden herrscht und wie wichtig die europäische Idee in Zeiten ist, in der Nationalismen wieder Überhand gewinnen. Es häufen sich Kampagnen gegen Europa: fehlende Transparenz und ein Übergewicht von Lobbyisten verunsichern die Menschen.

Das britische „Take back Control“ vernachlässigt die Tatsache, dass Einzelstaaten in vielerlei Hinsicht ihre Ziele nicht mehr erreichen können. „Es braucht Gemeinschaft, um Interessen zu bündeln. Das Pariser Klimaschutzabkommen zeigt das deutlich. Die Europäer hatten ein gemeinsames Leitbild und deshalb ist das Abkommen auch ein riesiger Erfolg für die Weltgesellschaft“, erklärte Giegold. Für die Zukunft braucht es noch mehr Gemeinschaftsinvestitionen. Die Bedeutung von grenzüberschreitenden Eisenbahnlinien und gemeinsamen Energienetzen für das Zusammenwachsen innerhalb Europas ist immens. „Vor 100 Jahren konnte man schneller von Berlin nach Danzig reisen als jetzt“, so Giegold.

„Ebenso brauchen wir auch einen Mindestsatz für die Körperschaftssteuer. Der Verlust, den die EU beispielsweise durch Großunternehmen macht, die ihre Steuern nicht gerecht abführen, beträgt das Dreifache des Bundeshaushalts.“

Bei der anschließenden Diskussion der beiden Grünen Politiker nutzen die Zuhörer*innen die Gelegenheit, Fragen zu stellen oder ihre ganz persönliche Erfahrung zu Europa zu teilen.

Einer von Kerns politischen Schwerpunkten ist Europa: „Es ist wichtig für Deutschland, stabile Partnerschaften auf Augenhöhe zu haben. Für ein besseres Europa setze ich mich auch für eine enge Vernetzung von Bundestags- und Europa-Abgeordneten aus.“

Zum Abschluss betonte Sven Giegold: „Wir brauchen mehr überzeugte und leidenschaftliche Europäer*innen wie Catherine Kern im Bundestag.“

Impressionen aus Liverpool 30.03 – 02.04.2017

Vier Tage habe ich in Liverpool verbracht, mit Grünen aus ganz Europa und der Welt. Menschen, die wie ich das Ziel haben, die Erde vor Umweltschäden und die Menschen vor Menschenrechtsverletzungen zu schützen. Ich habe viele Eindrücke mitgenommen; inspirierend: die beeindruckenden und kreativen Wahlkämpfe der Grünen in Österreich und ihrem fulminanten Ergebnis mit Alexander Van der Bellen sowie grunlinks mit ihrem superstarähnlichen Spitzenkandidaten Jesse Klaver; motivierend: die sehr gute Regierungsarbeit von den Miljöparteit de gröna in Schweden, vorgetragen von ihrer grünen Vice- Premierministerin Isabella Lövin, von Frank Habineza, dem Präsidentschaftskandidaten der democrativ green party of Ruanda, der trotz Lebensgefahr couragiert seinen Wahlkampf antritt.

Wir haben erfahren, dass grüne Politik weltweit viele BefürworterInnen hat, in Europa sind wir aus der Nischenecke gekommen und obwohl wir sehr oft mit unfairer Berichterstattung und Hassmails kämpfen müssen, sind wir in Europa angekommen. Aber ein Bekennen zu grüner Politik in anderen Teilen der Welt, wie z.B. Südamerika, Asien oder Afrika ist immer noch lebensgefährlich. Wir haben schockierende Geschichten aus Ruanda gehört, Frank Habineza erzählte, dass sein Vize umgebracht wurde, seinen Kopf haben Gegner abgehackt oder der Tod von Seida Katalon, die ehemalige Grüne Jugend Chefin Schwedens, die mit 36 im Kongo ermordet wurde, wo sie für die UN Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen untersuchte.

Bei der Heimfahrt im Zug habe ich eine von mir sehr geschätzte Zeitung gelesen: The Guardian und es wird mir immer bewusster, wie schlimm der Brexit für uns alle wird: Der Streit um Gibraltar schwelt wieder an. Gibraltar hat mit knapp 70% gegen den Brexit gestimmt aber wie geht es hier weiter. Um Grenzen zu vermeiden, will Gibraltar doch eine Verbindung zu Spanien aufbauen? Schlimme Untertöne aus der Toryparty: Großbritannien hat schon einmal um „Overseas Territories“ gekämpft und würde das nicht wieder scheuen. Unser Versprechen nach dem 2. Weltkrieg: nie wieder Krieg,  diese Parolen sind erschreckend. Die Chemie Industrie in UK will den Brexit benutzen, um die Industrie von Kosten zu befreien, die von der Klimapolitik auferlegt wurden. Bedeutet das, dass die EU jetzt auch Druck bekommt, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Auch die Banken setzen die Europäer unter Druck. Mit knallharter Lobbyarbeit wollen sie erreichen, dass EU Länder wie Irland, Frankreich und Deutschland ihre Banken Regulierungen abschwächen, damit eine Auswanderung aus London stattfinden kann. Das bedeutet nichts Gutes im Kampf gegen neue Spekulationskrisen und Verbraucherschutz. Zudem setzt es die jetzt schon sehr angespannte Infrastruktur weiter unter Druck.

Auch vielversprechende Kooperationen sind auf Eis gelegt worden. Die City of Hull, zurzeit europäische Kulturstadt, die seit Jahren mit Arbeitslosigkeit und Strukturwandel zu kämpfen hat und zu den ärmsten Gegenden Großbritanniens gehört, hat sehr viel EU Gelder aus dem Strukturfond bekommen. London wird das Geld nicht ersetzten können. Siemens hat schon viel Geld hier investiert und hatte bis zum Brexit große Pläne im Bereich Windenergie und Windenergieanlagen Produktion. Sie haben schon 650 Arbeitsplätze geschaffen. Im Bereich Windenergie gibt es in England viel Potenzial für den heimischen Markt aber als Standort für Exporte stellen sie ihre Pläne in Frage. Laut Joe Kaeser, CEO von Siemens, ist die freie Bewegung von Menschen innerhalb Europas  eine Grundvoraussetzung.

Mein Fazit aus den Erfahrungen in Liverpool: wir EuropäerInnen müssen noch mehr zusammen halten und die guten Kontakte zu den Green Party of England and Wales, die wir aufgebaut haben noch intensivieren, dass uns die Insel nicht davon schwimmt.

Catherine Kern war zu Besuch in Erdmannhausen

Erst vor einer Woche nominiert, aber die Wahl im September 2017 fest im Blick, hat Catherine Kern damit begonnen sich im Wahlkreis bekannt zu machen und besuchte unseren Erdmannhäuser Ortsverein. Die geborene Engländerin ist in der Nähe von Liverpool groß geworden und schon als 22 jährige wegen der Liebe nach Deutschland übergesiedelt. Sie hat mit ihrem Mann drei schwäbisch-britische Kinder großgezogen und 2007 auch die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Seit 2010 aktiv im Öhringer Stadtrat kandidierte sie dieses Jahr zur Landtagswahl für den Wahlkreis Hohenlohe und verpasste knapp den Einzug mit zuvor für sie unvorstellbaren 27 Prozent der Stimmen. Catherine ist eine überzeugte Europäerin und war vom Brexit sehr schockiert. Nach ihren Worten war der Wahlkampf der EU-Gegner von populistischen Unwahrheiten und von purem Nationalismus geprägt. Diese nationalistischen Bewegungen finden in ganz Europa Zulauf und wir müssen ihnen dringend entgegentreten. Es gab über diesen Punkt wie über viele weitere Themen angeregte Diskussionen und wir waren sehr darüber erfreut, dass nicht nur Grüne Mitglieder an diesem Abend teilnahmen, sondern auch interessierte BürgerInnen sich persönlich ein Bild machen wollten von unserer frischgebackenen Kandidatin.

Grüne nominieren Catherine Kern

Ohne Gegenstimme und mit nur zwei Enthaltungen wählten am heutigen Montagabend die stimmberechtigten Mitglieder im Wahlkreis Neckar-Zaber ihre Kandidatin für die Bundestagswahl 2017. Die Öhringerin Catherine Kern konnte eine überzeugende Mehrheit von 93,1% der Stimmen erzielen.

Catherine Kern ist in der Nähe von Liverpool groß geworden und hat in Manchester Betriebswirtschaft studiert. Ihren Mann hat sie bei einem Praktikum in der Nähe von Reutlingen kennengelernt. „Mit 22 Jahren bin ich nach Deutschland ausgewandert und habe drei schwäbisch-britische Kinder großgezogen“ erzählt sie weiter.

Kern ist seit 2011 Mitglied der Grünen, jedoch schon immer politisch aktiv, ob als Studentin in England oder in Deutschland bei der pro-europäischen Gruppierung Newropeans: „Politik ist Teil meines Lebens. Es gibt viele Gründe politisch aktiv zu werden.“ Die 54-jährige hat klare Positionen, ob auf kommunalpolitischer Ebene oder in Fragen der Europapolitik.

Sie hatte im Kreis Hohenlohe für ein Landtagsmandat kandidiert und am Ende war es nicht einmal 1% Abstand zum Kandidaten der CDU, der in der Landtag einzog.

Ihre Ziele sind heuer ganz klar gesteckt: In Neckar-Zaber möchte Sie ein Mandat gewinnen und dank ihrer guten Vernetzung innerhalb der Partei und der Unterstützung  der Parteibasis ist das ein durchaus realistisches Ziel.

Als überzeugte Europäerin setzt sie sich für eine starke europäische Gemeinschaft und gegen nationalistische Tendenzen ein. „Wir müssen endlich europäisch denken und in Europa nicht gegeneinander, sondern zusammen arbeiten.“

Ihre Themen sind breit gefächert und auch bei der Fragerunde nach ihrer Vorstellungsrede war sie um Antworten nicht verlegen. „Ich streite gerne über Flächenverbrauch und Kleinkindbetreuung, über den ÖPNV und die Krankenhausfinanzierung, auf Landesebene über Integrationsarbeit oder Jagdgesetze, auf Bundesebene über unsere geteilte und unsolidarische Krankenversicherung, Milchmengenreduzierung und Energiewende und auf europäischer Ebene über Transaktionssteuer und Glyphosat.“

„Catherine hat in ihrer Vorstellungsrede und der anschließenden Fragerunde bei uns Bottwartäler Grünen den Eindruck bestätigt, den wir von ihr bei einem ersten Zusammentreffen im Juli in Großbottwar gewannen: Als Person authentisch und als Politikerin versiert in unterschiedlichsten Politikbereichen. Ihr Wahlergebnis vom Montagabend sagt, dass wir in dieser Einschätzung nicht allein sind. So freuen wir uns auf einen intensiven und engagierten Wahlkampf“, so Rainer Breimaier vom Ortsverband Bottwartal.

Die beiden Kreisverbände Heilbronn und Ludwigsburg teilen sich den Wahlkreis Neckar-Zaber auf und werden daher im Bundestagswahlkampf für Catherine Kern eng zusammen arbeiten.

Zum Wahlkreis Neckar-Zaber gehören neben den Gemeinden Affalterbach, Benningen am Neckar, Besigheim, Bietigheim-Bissingen, Bönnigheim, Erdmannhausen, Erligheim, Freiberg am Neckar, Freudental, Gemmrigheim, Großbottwar, Hessigheim, Ingersheim, Kirchheim am Sachsenheim, Steinheim an der Murr, Tamm und Walheim im Landkreis Ludwigsburg auch Abstatt, Beilstein, Brackenheim, Cleebronn, Flein, Güglingen, Ilsfeld, Lauffen am Neckar, Leingarten, Neckarwestheim, Nordheim, Pfaffenhofen, Talheim, Untergruppenbach und Zaberfeld im Landkreis Heilbronn.